Honigwaben auf Silberscheiben.

Die berühmteste Biene auf DVD.

 

Nun ist es soweit – die Biene Maja ist 100, und die DVD der wiederentdeckten ersten „Maja“-Verfilmung wird in Berlin präsentiert.
Das „Orchester Filmharmonie“ und die Waldemar-Bonsels-Stiftung präsentieren am Donnerstag, 06.12.2012, um 10 Uhr im Kino Hackesche Höfe, Berlin die lang erwartete DVD des wiederentdeckten Stummfilms „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“.
Diese gelungene Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm entstand 1925 unter der Regie von Wolfram Junghans, zur Hochblüte des stummen Kinos. Im Auftrag der „Filmharmonie“ schuf der österreichische Komponist Florian C. Reithner eine Orchester-Vertonung des Stummfilms, der bereits als Filmkonzert (u.a. Konzerthaus Wien) zu sehen und hören war. Der Film ist nun erstmals auf DVD erhältlich.
Fast zwei Jahre dauerten die Dreharbeiten in einem Berliner Terrarium, um die weltbekannte Kindergeschichte der wißbegierigen Biene Maja mit lebenden Insekten für die Leinwand nachzuerzählen. Noch heute ist erstaunlich, wie mit einfacher Technik und handgekurbelten Kameras authentische, detailreiche Aufnahmen von Bienenvölkern, Käfern und Reptilien gemacht werden konnten, die sich – unterstützt von Zwischentiteln – nahtlos in die Erzählung von Waldemar Bonsels einfügen. Michael Seeber, Verleger und künstlerischer Leiter der „Filmharmonie“: „Hier wird der Kulturfilm – Vorgänger heutiger Dokumentationen – zur Kunstform. Eine echte Wiederentdeckung zum Abschluß des Maja-Jubiläumsjahres.“
Der Film verkaufte sich in den 1920ern weltweit, die deutschsprachige Kopie scheint ver-schollen. Das Bundesarchiv-Filmarchiv rekonstruierte den Film anhand einer finnischen Kopie und deutscher Zensurdokumente in hervorragender Bildqualität.

Florian C. Reithner arbeitete mit besonders plakativen Mitteln und erläutert: „Das völlige Fehlen von Gesichtern bei Insekten versperrt den Blick auf die emotionale Tiefe der Handlung. Hier muß die Musik in die Bresche springen, Stimmungen einfangen. Diese Partitur hat ein wenig mehr von Allem. Die Melodien sind etwas süßlicher, die rhythmischen Auslassungen während der Kampfszene – Bienen gegen Hornissen – etwas martialischer, der Grashüpfer ist mehr Grashüpfer als gewohnt und die Raupe, naja, etwas raupiger.“

Zu kaufen ist die DVD im Buchhandel und bei Seeber FILM Verlag

2015-05-19T13:12:58+00:0005. Dezember, 2012|